Topologien des (Un)Erreichbaren

 

Kategorie/Category: Ausstellung/Exhibition

Beteiligte/Participants: Nazanin Bahrami, Judith Bethke, Lisa Birkenbach, Melina Brinkmann, Eva Budniewski, Barbara Luci Carvalhol, Talisa Frenschkowski, Yinfu Gao, Eva Grund, Lisa Horvath, Greta Klein, Simon Lenzen, Luka Modu, Jean-Noël Lenhard, Alica Müller, Tina Muffler, Gala Naseva, Ruth Süpple, Jannis Wulle, Andrej Mirčev

Aufführungsort/Location:
KiZ
 

Wann/When:
Donnerstag 29.10. 17:00-23:00
Freitag 30.10 12:00-18:00
Samstag 31.10 15:00-18:00 
Doodle

Personenzahl/Number of persons:
15 per Slot

Dauer/Duration: 30min. per Slot

Sprache/Language: Deutsch, Englisch

Beschreibung/Description: 

Die vorweggenommene Intention, sich den Orten sinnlich zu nähern und die Stadt von innen zu betrachten, fehlte am Anfang. Zunächst verblieb das Seminar auf Distanz und digital. Wir kommunizieren dissoziiert zwischen Deutschland, Österreich, Schweden, Italien, Nordmazedonien und Japan. Körperlose Wesen, die aus einer zerstreuten Geographie über Topo(ideo)logie diskutierten und manchmal auch rausflogen, wenn das Netz zu stottern begann. Durchdrungen von Abwesenheit ereignete sich das Topo(ideo)logische in Form von Ansammlungen von Bildern, Wörtern und Gedanken. Aus der Unmöglichkeit eines physischen Treffens, bzw. der Unerreichbarkeit des Zusammenseins, entstand jedoch eine Reihe von Arbeiten und Projekten, die in unterschiedlichen Medien (Video, Audiowalk, Performance, Installation und Foto-Essay) den Blick für die Schwellenräume schärfen. “Wir sind”, so Walter Benjamin in dem Passagen Werk: “sehr arm an Schwellenerfahrungen geworden.” Als Übergangsorte markieren Schwellen Zäsuren im Raum-Zeit-Kontinuum der neoliberalen Landschaft und ermöglichen dadurch Einblicke in die widersprüchliche Architektur gesellschaftlicher Verhältnisse, das Ausgeschlossene und das Unbewusste. Indem das Seminar einen “Ausbruch” aus dem Raum der Theorie initiiert, mit dem Ziel eben die starren Grenzen zwischen Reflexion und Praxis zu verschieben, wurde es selbst zu einer Art angewandter “Schwellenkunde” im Sinne Benjamins. Die Ausstellung Topologien des (Un)Erreichbaren (die sich aus dem Seminar entwickelt hat) generiert eine mediale, ortsspezifische Konstellation, die sich mit der ökonomisch-ideologischen Transformation urbaner Landschaft auseinandersetzt und dialektische Bilder hervorbringt. Die schweben zwischen explizit politisch motivierte Aktionen, poetischer Reflexion am Rande des Rauschens und Verräumlichung von Spuren und Phantomen der Vergangenheit. 

Download the audiowalk “De-Noise my Life!” here.
Please walk along a loud street preferably with a lot of traffic, while listening to this audiowalk. Enjoy and stay safe!